{"id":1345,"date":"2023-04-26T08:47:33","date_gmt":"2023-04-26T06:47:33","guid":{"rendered":"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/?p=1345"},"modified":"2023-04-30T16:59:57","modified_gmt":"2023-04-30T14:59:57","slug":"reisebericht-von-bosnien-und-bihac","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/reisebericht-von-bosnien-und-bihac\/","title":{"rendered":"Reisebericht von Bosnien und Biha\u0107 (16. bis 20. April 2023)"},"content":{"rendered":"<p>Am 16.04.23 sind wir (Petar Rosandi\u0107, SOS Balkanroute). Murtaza Elham (Fotograf) und Roswitha Feige (Pfarrnetzwerk Asyl) nach Rijeka gefahren, um uns ein Bild \u00fcber die Transitzone f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge am Bahnhof von Rijeka zu machen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1361\" src=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/1.jpg\" alt=\"Vier Personen sind zum Gruppenfoto zusammengestellt, darunter Roswitha Feige, Petar Rosandi\u0107 und der Alt-Bischof\" width=\"577\" height=\"433\" srcset=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/1.jpg 577w, https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/1-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 577px) 100vw, 577px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der emeritierte Erzbischof von Rijeka, Ivan Dev\u010di\u0107, hat uns die Tore des Priesterseminars ge\u00f6ffnet, wo wir w\u00e4hrend unserer drei Tage in Rijeka sehr gastfreundlich aufgenommen wurden.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Das Transitzone in Rijeka am Bahnhof ist ein einzigartiges Projekt in Kroatien, das vor 6 Monaten von freiwilligen Helfer:innen begonnen wurde und dann unter der Schirmherrschaft des Erzbischofs von Rijeka, Mate Uzini\u0107, weitergef\u00fchrt werden konnte. Bis M\u00e4rz hat die Stadt Rijeka das Projekt mit 100.000 \u20ac unterst\u00fctzt. Jetzt kann die Stadt nicht mehr mithelfen und andere NGO\u2019s und die Caritas springen nach ihren M\u00f6glichkeiten ein. Zus\u00e4tzlich zu den Freiwilligen arbeitet das JRS und die Caritas Rijeka mit und gew\u00e4hrleisten, dass die Transitzone t\u00e4glich von 10:00 \u2013 14:00 und von 16:00 \u2013 20:00 ge\u00f6ffnet ist. Seit M\u00e4rz 2023 ist mit Damir Selimovi\u0107, ein Hauptamtlicher, Vollzeit f\u00fcr das Projekt angestellt.<\/p>\n<p>Am Bahnhof von Rijeka kommen t\u00e4glich bis zu 200 Fl\u00fcchtlinge an, die auf der Durchreise nach Europa sind und von hier aus nach Italien weiterkommen wollen. In den Tagen, in denen wir vor Ort waren, waren es weniger Menschen. Fast alle kamen aus Afghanistan. M\u00e4nner, minderj\u00e4hrige unbegleitete Fl\u00fcchtlinge aber auch zwei Familien und eine schwangere Frau waren darunter. Da Murtaza selbst aus Afghanistan stammt, hatte er schnell Kontakt zu ihnen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1360\" src=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/2.jpg\" alt=\"Petar Rosand\u0107 und Roswitha Feige im Gespr\u00e4ch mit einer Person vor einer wei\u00dfen Wand.\" width=\"618\" height=\"411\" srcset=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/2.jpg 618w, https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/2-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 618px) 100vw, 618px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Fl\u00fcchtlinge erwarten 2 Container. Einer davon beherbergt ein kleines Spendenlager (Kleidung und Schuhe, Toilettenartikel, Decken \u2026) und eine kleine Kochzeile. Hier werden auch die drei Mahlzeiten am Tag ausgegeben, die im Priesterseminar gekocht werden. Der zweite Container hat Waschgelegenheiten und Duschen. Daneben gibt es zwei Toiletten und eine kleine H\u00fctte, die zur medizinischen Erstversorgung genutzt wird. Ein Zelt vom Roten Kreuz vervollst\u00e4ndigt das Transitzentrum und bietet bis zu 30 Personen Platz zum Schlafen. Den Boden bedeckt ein Teppich, den der Erzbischof von Rijeka geschenkt hat.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1359\" src=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/3.jpg\" alt=\"Personen in Pullovern und Jogginghosen sitzen auf Matratzen am Boden eines Rotes-Kreuz-Zeltes. Am Boden ein roter Teppich.\" width=\"660\" height=\"443\" srcset=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/3.jpg 660w, https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/3-300x201.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Es ist ein gastfreundlicher Ort. Niemand stellt Fragen. Das Gegen\u00fcber wird als Mensch wahrgenommen. Am ersten Vormittag sind nur Damir und eine freiwillige Helferin vor Ort. Wir werden sogleich eingeteilt mitzuhelfen und so finde ich mich bei der Essensausgabe wieder. Bald taucht auch die Polizei auf, die unsere P\u00e4sse sehen will. Sie sind regelm\u00e4\u00dfig vor Ort und kontrollieren, wie viele Gefl\u00fcchtete da sind. Damir kann gut mit ihnen umgehen und vermittelt zwischen ihnen und den Gefl\u00fcchteten. Die Fl\u00fcchtlinge zeigen Papiere, Dokumente von der Polizei, die es ihnen erlauben sich zwei Tage hier aufzuhalten, bevor sie nach Zagreb weiterreisen m\u00fcssen. Dort gibt es ein Fl\u00fcchtlingslager. Die meisten reisen aber in Wirklichkeit schon am n\u00e4chsten Tag mit Bussen Richtung Italien oder Slowenien weiter oder versuchen es zu Fu\u00df.<\/p>\n<p>Vielen von ihnen, wurden zuvor von der kroatischen Polizei die Fingerabdr\u00fccke genommen, so dass sie nun im Dublin-System sind.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/DSC_4159.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1340\" src=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/DSC_4159.jpg\" alt=\"Eine Klosterschwester in der Interaktion mit Menschen auf der Flucht.\" width=\"1024\" height=\"681\" srcset=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/DSC_4159.jpg 1024w, https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/DSC_4159-300x200.jpg 300w, https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/DSC_4159-768x511.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Man sieht ihnen die Strapazen der Flucht an. Viele habe es immer wieder \u00fcber die kroatische Grenze versucht. Verletzte F\u00fc\u00dfe werden versorgt, Medikamente gegen Fieber und Kr\u00e4tze vergeben und dann wollen sie einfach nur ausruhen, bevor es weitergeht.<\/p>\n<p>Zu Mittag sind wir bei Erzbischof Mate Uzini\u0107 eingeladen. Ohne seinen Einsatz w\u00fcrde es diesen Transitpunkt nicht geben und er ist auch immer wieder selbst vor Ort, stellt sich in die Essenschlange und erkundigt sich, ob alles gut geht. Er berichtet uns, wie es zu dem Projekt kam und warum es aus christlicher Sicht unm\u00f6glich ist, nicht zu helfen. \u201eMan kann das Christentum in Europa nicht mit unchristlichen Mittel verteidigen!\u201c, ist ein Satz, der h\u00e4ngen bleibt, als wir \u00fcber Push Backs und Gewalt gegen Fl\u00fcchtlinge sprechen. Als die Belege \u00fcber die Push-Backs offiziell wurden, hat er sich als einziger kroatischer Bischof zu Wort gemeldet und sie verurteilt. Die inzwischen aufgetauchten Polizeichats belegen es weiter. \u201eMan kann es nicht leugnen!\u201c, sagt er uns.<\/p>\n<p>Und so zeigt das Projekt am Bahnhof ein anderes Bild, einen Ort der Gastfreundschaft und der Hilfsbereitschaft. Ich muss an den barmherzigen Samariter denken, der tat, was notwendig war und erst dann weiterging. Es l\u00f6st nicht alle Probleme, aber es ist eine notwendige Korrektur der Menschlichkeit.<\/p>\n<p>Erzbischof Mate Uzini\u0107 hat uns ein kurzes und klares Interview gegeben, das auf unserer Pfarrnetzwerkhomepage nachlesbar ist <a href=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/man-muss-eigentlich-nur-ein-wenig-sein-herz-oeffnen-bericht-aus-kroatien\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>\u201eMan muss eigentlich nur ein wenig sein Herz \u00f6ffnen\u201c<\/em><\/a> \u2013 Bericht aus Kroatien \u2013 Pfarrnetzwerk Asyl.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/DSC_4037.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1338\" src=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/DSC_4037.jpg\" alt=\"Gruppenfoto von vier Menschen, darunter der Erzbischof, Petar Rosadi\u0107 und Roswitha Feige. Die letzteren halten Schilder hoch auf denen steht: &quot;10.000\u20ac&quot; und &quot;LEAVE RIJEKA NOT ALONE&quot;\" width=\"1024\" height=\"681\" srcset=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/DSC_4037.jpg 1024w, https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/DSC_4037-300x200.jpg 300w, https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/DSC_4037-768x511.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wir konnten ihm unsererseits f\u00fcr seine Arbeit 10.000 \u20ac \u00fcbergeben, die uns die franziskanischen Schwestern von der schmerzhaften Mutter mitgegeben haben.<\/p>\n<p>Am Nachmittag kommt ein Transporter aus Wien mit Spenden von SOS &#8211; Balkanroute. Schuhe, Jeans und Socken, die dringend ben\u00f6tigt werden. Am Dienstagvormittag werden die Sachen dann im Caritaslager zwischengelagert. Nur einen kleinen Teil nehmen wir direkt mit zur Transitzone, denn der Container bietet nicht viel Platz.<\/p>\n<p>Heute sind Sr. Meri Muse A.D.C, P. Stank SJ, der Leiter von JRS Kroatien und Sr. Nina Krepi\u0107 Barmherzige Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul, die in der Caritas f\u00fcr die Fl\u00fcchtlingsarbeit verantwortlich, ist vor Ort. Sie haben ein offenes Ohr und H\u00e4nde, die pflegen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1356\" src=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/6.jpg\" alt=\"Ein kleiner Bub in einer Jacke im Zentrum von hinten bebildert. im Hintergrund ist die Schwester lachend und verschwommen zu sehen. Im Hintergrund stehen noch weiter M\u00e4nner und Schwestern, sowie ein wei\u00dfes Fl\u00fcchtlingszelt.\" width=\"628\" height=\"418\" srcset=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/6.jpg 628w, https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/6-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 628px) 100vw, 628px\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u201eOft sind wir die Beschenkten. Wir erleben eine gro\u00dfe Dankbarkeit!\u201c, sagt Sr. Nina, die regelm\u00e4\u00dfig vor Ort ist. Sie hat Jus und Politikwissenschaften studiert, war Schauspielerin am Theater in Rijeka und hat die wunderbare Gabe, Menschen jeder Herkunft anzunehmen und mit ihnen auf Augenh\u00f6he zu kommunizieren. Gerade ist sie bem\u00fcht einen Imam zu \u00fcberzeugen das Essen zu Bayram zu bringen. Der interreligi\u00f6se Dialog funktioniert auf den oberen Ebenen aber im sozialen Bereich, hier vor Ort, sei er noch ausbauf\u00e4hig, meint sie. Auch in den Pfarren ist das Bewusstsein f\u00fcr die Gefl\u00fcchteten auf der Balkanroute noch kaum angekommen, aber es wird notwendig sein es zu wecken, wenn bald noch h\u00f6here Zahlen an Gefl\u00fcchteten in Kroatien ankommen, wie das viele prognostizieren. Die ukrainischen Fl\u00fcchtlinge haben da einen Sonderstatus und werden auch auf Pfarrebene unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Heute ist auch ein Team des kroatischen Fernsehens Transitpunkt. Sie machen eine Dokumentation \u00fcber Fluchtwege nach Europa. Murtaza f\u00e4llt ihnen auf und wird l\u00e4nger interviewt \u00fcber seine eigenen Fluchterfahrungen.<\/p>\n<p>Es sind auch mehr Fl\u00fcchtlinge vor Ort auch Familien mit kleinen Kindern. Wir gehen schnell und besorgen etwas Spielzeug. Eine gr\u00f6\u00dfere Gruppe M\u00e4nner ist angekommen und unter ihnen fallen uns einige auf, die offensichtlich mehr wissen als die anderen. Kleine Schlepper vielleicht? Wie geht man mit ihnen um? \u201eManchmal informiere ich die Polizei\u201c, sagt uns Damir, \u201eaber es ist immer eine Gratwanderung.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/7.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1355\" src=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/7.jpg\" alt=\"Ein Kind h\u00e4lt einen gelben Spielzeughubschrauber fest ins einen H\u00e4nden.\" width=\"478\" height=\"318\" srcset=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/7.jpg 478w, https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/7-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 478px) 100vw, 478px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Langsam m\u00fcssen wir uns verabschieden, denn wir haben einen Termin beim B\u00fcrgermeister. Wir versprechen, in Kontakt zu bleiben und sagen weitere Hilfe zu. Sie werden uns eine Liste, mit dem was gebraucht wird, mailen. Rijeka ist nicht weit und im Sommer fahren sicher viele aus unseren Pfarren in den Urlaub nach Kroatien, vielleicht kann der eine oder die andere einen Abstecher zum Transitpunkt machen und Spenden abgeben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/8.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1354\" src=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/8.jpg\" alt=\"Drei Personen posieren mit einem Schild auf dem zu lesen ist &quot;LEAVE RIJEKA NOT ALONE&quot;. Von links nach rechts Petar Rosandi\u0107, Roswitha Feige und B\u00fcrgermeister Marko Filipovi\u0107\" width=\"628\" height=\"418\" srcset=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/8.jpg 628w, https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/8-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 628px) 100vw, 628px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Besuch bei B\u00fcrgermeister Marko Filipovi\u0107 ist uns wichtig, denn ohne die Unterst\u00fctzung der Stadt, kann das Transitzentrum nicht dauerhaft bestehen. Es braucht die st\u00e4dtische Unterst\u00fctzung auch gegen B\u00fcrgerInnen und Gesch\u00e4ftsleute, die sich regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber die Anwesenheit der Gefl\u00fcchteten beschweren und den Tourismus gef\u00e4hrdet sehen. Marko Filipovi\u0107 betont die gute Zusammenarbeit mit dem Erzbischof, die in dieser Form zwischen einer sozialistischen Stadtregierung und der Kirche sicher seinesgleichen sucht. Aber er spricht auch seine Sorge aus, was im Sommer passieren wird, wenn die Anzahl der Durchreisenden wieder steigt.<\/p>\n<p>Nach diesem Gespr\u00e4ch brechen wir auf nach Bosnien, nach Biha\u0107, in die Stadt, die viele Fl\u00fcchtlinge auf ihrem Weg nach Kroatien queren. Wir werden die gr\u00fcne Nationalratsabgeordnete Ewa Ernst-Dziedzic treffen, die sich auf einer Fact-Finding-Mission befindet und der Frage nachgeht, wie es zu dem Gef\u00e4ngnis im Lager Lipa gekommen ist, das \u00d6sterreich finanziert hat. Petar wird f\u00fcr sie \u00fcbersetzen und ihr und den mitreisenden Journalistinnen der APA, der Salzburger Nachrichten und der ARD mit seiner Kompetenz zur Verf\u00fcgung stehen. Ich bin eingeladen, quasi als \u201eZeugin\u201c, mit dabei zu sein, wof\u00fcr ich sehr dankbar bin.<\/p>\n<p>Dieser Teil der Reise wird anstrengender und uns die Augen \u00f6ffnen \u00fcber die Politik der Abschottung an der EU-Au\u00dfengrenze und dar\u00fcber, wie diese Politik Bosnien-Herzegowina und die Gefl\u00fcchteten schwer belastet.<\/p>\n<p>Doch bevor die Gespr\u00e4che beginnen, checken wir ein im Hotel Opal, einem wundersch\u00f6nen Hotel direkt am Fluss Sana, der dem Kanton Una Sana seinen Namen gab. Wir treffen Baba Asim, einen ehrenamtlichen Mitarbeiter von SOS-Balkanroute, der die Fl\u00fcchtlinge in den wilden Camps versorgt, und den Leiter der Ambulanz in Biha\u0107 Ademir Jusufagi\u0107. Beide berichten sp\u00e4ter beim Abendessen Ewa Ernst-Dziedzic und den Journalistinnen von ihrer Arbeit mit Gefl\u00fcchteten, von den Verletzungen der Menschen und von den vielen Notf\u00e4llen in der Ambulanz, die mit brutalster Polizeigewalt zusammenh\u00e4ngen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/9.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1353\" src=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/9.jpg\" alt=\"Petar Rosandi\u0107 und Ewa Ernst-Dziedzic im Gespr\u00e4ch mit PRemiermenister Mustafa Ru\u017eni\u0107 an einem dunkelbraunen Holzdisch und vor einer blauen Wand nund der Flage von Bosnien Herzegowina.\" width=\"635\" height=\"424\" srcset=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/9.jpg 635w, https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/9-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 635px) 100vw, 635px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen machen wir uns auf den Weg zu Premierminister Mustafa Ru\u017eni\u0107. Wir sind uns nicht sicher, ob wir alle bei seiner Begegnung mit Ewa Ernst-Dziedzic dabei sein k\u00f6nnen, nachdem er zuletzt Interviewanfragen aus \u00d6sterreich abgelehnt hatte. Aber wir d\u00fcrfen alle mitkommen, werden mit Stift und Papier ausgestattet, damit wird mitschreiben k\u00f6nnen, was er uns zum \u201eDetention Center\u201c in im Camp Lipa zu sagen hat. Er betont, dass es ihm wichtig ist, hier Klarheit zu schaffen.<\/p>\n<p>Das mit Mitteln des \u00d6VP-nahen Instituts ICMPD errichtet Lager habe die notwendigen Bauerlaubnisse seitens der Stadt nicht eingeholt. Auch habe ein derartiges Gef\u00e4ngnis in Bosnien keine Rechtsgrundlage. Wolle man Menschen dort ohne strafrechtlich relevante Gr\u00fcnde wie geplant f\u00fcr 72 Stunden festhalten, brauche das erst einen entsprechenden Beschluss im Parlament. Derzeit geht das nur f\u00fcr maximal sechs Stunden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/10.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1352\" src=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/10.jpg\" alt=\"Container und sehr hohe Z\u00e4une sowie wei\u00dfe Holzgeb\u00e4ude sind zusehen. Im Hintergrund Berge. Wolken und teilweise blauer Himmel.\" width=\"837\" height=\"558\" srcset=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/10.jpg 837w, https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/10-300x200.jpg 300w, https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/10-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 837px) 100vw, 837px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Warum es das Gef\u00e4ngnis \u00fcberhaupt braucht? Dazu erfahreb wir zwei Gr\u00fcnde, die wir auch sp\u00e4ter beim Gespr\u00e4ch mit Biha\u0107s B\u00fcrgermeister Elvedin Sedi\u0107 wieder h\u00f6ren werden. Zum einen sollen Fl\u00fcchtlinge, die miteinander in Streit geraten oder gewaltt\u00e4tig werden dort angehalten werden, zum anderen solche, die keine Chance auf Asyl haben und die dann nach Sarajewo gebracht werden und von dort aus in ihre Heimatl\u00e4nder abgeschoben werden k\u00f6nnen, das gilt z.B. f\u00fcr Pakistani. Also doch ein Abschiebelager? Hintergrund d\u00fcrfte auch sein, dass man mit einem Ansteigen der Fl\u00fcchtlingszahlen rechnet und damit, dass das Lager Lipa dann an seine Kapazit\u00e4tsgrenzen st\u00f6\u00dft und es dann turbulenter werde. Derzeit k\u00f6nnen 1500 Menschen untergebracht werden, gro\u00dfteils M\u00e4nner, aber es gibt auch Bereiche f\u00fcr Familien und unbegleitete Minderj\u00e4hrige.<\/p>\n<p>In den letzten Wochen kam es vermehrt zu Massenpushbacks aus dem Landesinneren Kroatiens. Die Menschen wurden an der Grenze dann von der bosnischen Polizei \u00fcbernommen und in Bussen nach Lipa gef\u00fchrt. Waren es zun\u00e4chst einige hunderte, sind die Zahlen jetzt wieder zur\u00fcckgegangen. Diese R\u00fcckf\u00fchrungen sind durch ein Readmissionsverfahren zwischen Kroatien und Bosnien Herzegowina gedeckt, versto\u00dfen aber u.a. gegen die Genfer Fl\u00fcchtlingskonvention. Es werden auch nicht nur Menschen zur\u00fcck gepushed, die aus Bosnien kommen, sondern auch solche, die \u00fcber Serbien eingereist seien und das entbehre jeder rechtlichen Grundlage, betont der Premierminister.<\/p>\n<p>Premierminister Mustafa Ru\u017eni\u0107 sieht Bosnien in einer Sandwichposition. Wie bei einem \u201ePingpongspiel\u201c werden Fl\u00fcchtlinge zwischen der EU und Bosnien hin und her geschoben und damit werden sie und Bosnien zu \u201eOpfern\u201c: die Fl\u00fcchtlinge k\u00f6nnen ihre Ziele nicht erreichen, Bosnien wird von der EU dominiert und die Bev\u00f6lkerung leidet unter diesen Zust\u00e4nden. Bosnien k\u00f6nne sich nicht wirklich wehren, da man auf einen EU-Beitritt hofft und auf die Gelder der EU angewiesen sei, nicht nur bei der Bew\u00e4ltigung der Fl\u00fcchtlingskrise.<\/p>\n<p>Nach diesem Gespr\u00e4ch folgt ein weiteres mit B\u00fcrgermeister Elvedin Sedi\u0107. Auch hier d\u00fcrfen alle mitgehen und da Elvedin Sedi\u0107 in Granz studiert hat und sehr gut Deutsch spricht, ist hier auch keine \u00dcbersetzung notwendig.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1351\" src=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/11.jpg\" alt=\"Mehrere Menschen sprechen an einem dunkelgrauen Holztisch miteinander. Es herrscht ein Konferenz-Setting mit Wasserflaschen und kleinen Tischf\u00e4hnchen. Der B\u00fcrgermeister Elvedin Sedi\u0107 und sein Berater haben Anz\u00fcge an.\" width=\"658\" height=\"438\" srcset=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/11.jpg 658w, https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/11-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 658px) 100vw, 658px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Er best\u00e4tigt im Wesentlichen die Sicht des Premierministers und erkl\u00e4rt noch etwas genauer, wie Kroatien mit den Fl\u00fcchtlingen umgehe. So m\u00fcssen viele ein Papier unterzeichnen, dass sie nicht verstehen und indem sie zustimmen, binnen zwei Tagen Kroatien zu verlassen und erhalten ein Einreiseverbot f\u00fcr ein Jahr. Die Fl\u00fcchtlinge hingegen glauben einen Asylantrag unterzeichnet zu haben. In Wirklichkeit landen sie damit wieder in Bosnien und das Spiel beginnt von vorne.<\/p>\n<p>Auch betont er noch einmal, dass es keine Baugenehmigung f\u00fcr das Gef\u00e4ngnis g\u00e4be und keine rechtlichen Grundlagen. Derzeit seien die vier Polizisten im Camp Lipa eher unterbesch\u00e4ftigt und wenn das Camp ausgelastet sei, werde man eben mehr Polizisten bereitstellen.<\/p>\n<p>Nachdem wir so viel \u00fcber das Camp und das Gef\u00e4ngnis geh\u00f6rt haben, machen wir uns nun auf den Weg ins Lager. Etwa eine halbe Stunde braucht die Fahrt, die immer mehr durch einsames Bergland f\u00fchrt. Die letzten Meter f\u00fchren auf einer Schotterstra\u00dfe durch ein Gebiet mit Minenwarnschildern. Es ist verlassen hier und den Bus, den es angeblich gibt, der das Lager mit der Stadt verbindet \u2013 wir finden ihn nicht. Das Lager ist von einem Zaun umgeben und wirkt in dieser Ein\u00f6de schon selbst wie ein Gef\u00e4ngnis. \u00dcberall Schilder, die fotografieren und filmen verbieten. Beim Ausgang ein \u201eGameshop\u201c mit dem, was man f\u00fcrs Game braucht, f\u00fcr den Versuch durch die W\u00e4lder \u00fcber die kroatische Grenze zu kommen und ein sehr teurer kleiner Supermarkt mit Caf\u00e9 f\u00fcr die, die noch ein Geld haben.<\/p>\n<p>Ewa Ernst-Dziedzic und ihr Fotograf David Pichler d\u00fcrfen ins Lager gehen, alle anderen m\u00fcssen diesmal drau\u00dfen warten. Und so gehen wir den Zaun entlang und versuchen, mit Fl\u00fcchtlingen in Kontakt zu kommen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/12.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1350\" src=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/12.jpg\" alt=\"Eine Frau mit langen Haaren spricht mit einem jungen Mann, der hinter dem versperrten gr\u00fcnen Zaun steht. Am Zaun sind auch Symbole montiert, dass man keine Fotos machen darf.\" width=\"774\" height=\"516\" srcset=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/12.jpg 774w, https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/12-300x200.jpg 300w, https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/12-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 774px) 100vw, 774px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ein Afghane m\u00f6chte reden und tut dies in einem ausgezeichneten Deutsch. Er war schon einmal unterwegs und lebte von 2015 \u2013 2021 in N\u00fcrnberg, wo er Deutsch lernte und als Koch arbeitete. Anfang 2021 kam er in Schubhaft und wurde nach Kabul ausgeflogen. Fast zwei Jahre hat er es dort ausgehalten, jetzt ist er seit drei Monaten wieder unterwegs. Einmal hat er es schon ins Game geschafft aber wurde zur\u00fcck gepushed. Jetzt ruht er im Camp aus, bevor er es wieder versuchen wird. Was er erhofft?, fragt ihn die Journalistin. Eine zweite Chance. Ein Wiedersehen mit seinen Freunden in Deutschland. Alles, nur nicht zur\u00fcck nach Afghanistan.<\/p>\n<p>Haben wir in Europa nicht Fachkr\u00e4ftemangel, denke ich\u2026<\/p>\n<p>Ewa Ernst-Dziedzic st\u00f6\u00dft wieder zu uns. Sie hat das Gef\u00e4ngnis nicht von innen sehen k\u00f6nnen. Der Campdirektor hat keinen Schl\u00fcssel und wei\u00df auch nicht, wer ihn hat. Auf die Frage, ob es denn hier viel zu Zwischenf\u00e4llen zwischen Fl\u00fcchtlingen komme, verneint er. Die Fl\u00fcchtlinge organisierten sich nach L\u00e4ndern und lassen einander in Ruhe.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/13.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1349\" src=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/13.jpg\" alt=\"Mensche Sprechen mit Gefl\u00fcchteten die hinter dem versperrten gr\u00fcnen Metallzaun stehen. Am Zaun ist ein Schild montiert, dass man keine Fotos machen darf.\" width=\"1386\" height=\"924\" srcset=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/13.jpg 1386w, https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/13-300x200.jpg 300w, https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/13-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/13-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1386px) 100vw, 1386px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bevor wir gehen gibt Baba Asim, der inzwischen zu uns gesto\u00dfen ist, Rucks\u00e4cke und Kleidung \u00fcber den Zaun. Ausr\u00fcstung f\u00fcr den n\u00e4chsten Versuch, in den W\u00e4ldern die Grenze zu \u00fcberschreiten. Bei alledem werden wir nicht gest\u00f6rt, trotz aller warnenden Schilder und auch der Polizeiwagen, der an uns vorbeif\u00e4hrt, schreitet nicht ein.<\/p>\n<p>Baba Asim f\u00fchrt uns noch zu einer \u201ewilden\u201c Unterkunft in Biha\u0107 in einer Garage. Hier n\u00e4chtigen regelm\u00e4\u00dfig Fl\u00fcchtlinge. Ein Zelt und einfache Schafst\u00e4tten sind darin ausgebreitet. Ein Fl\u00fcchtling kommt sp\u00e4ter zur\u00fcck, sichtlich ersch\u00f6pft und ohne Handy. Baba Asim kann ihm ein neues geben und sagt ihm, dass er am Abend mit Essen zur\u00fcckkommen wird. Es ist Bayram und das sollten alle feiern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Auch aus Rijeka h\u00f6ren wir, dass das Essen f\u00fcr Bayram gekommen ist und alle gemeinsam gefeiert haben.<\/p>\n<p>Es gibt die zwei Seiten dieser Reise:<\/p>\n<p>Das Projekt in Rijeka, dass wir bestm\u00f6glich unterst\u00fctzen sollten, damit es noch lange besteht und das Gef\u00e4ngnis in Lipa, wo alles zu tun ist, damit es niemals in Betrieb geht. Wir werden beides gut im Auge behalten.<\/p>\n<p><strong>Fotos in Rijeka<\/strong>: Murtaza Elham<\/p>\n<p><strong>Fotos in Biha\u0107 und Lipa<\/strong>: David Pichler<\/p>\n<p><strong>Bericht<\/strong>: Roswitha Feige (<a href=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Reisebericht-Rijeka-und-Bihac.pdf\">Als PDF)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 16.04.23 sind wir (Petar Rosandi\u0107, SOS Balkanroute). Murtaza Elham (Fotograf) und Roswitha Feige (Pfarrnetzwerk Asyl) nach Rijeka gefahren, um uns ein Bild \u00fcber die Transitzone f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge am Bahnhof von Rijeka zu machen. Der emeritierte Erzbischof von Rijeka, Ivan Dev\u010di\u0107, hat uns die Tore des Priesterseminars ge\u00f6ffnet, wo wir w\u00e4hrend unserer drei Tage in &hellip; <a href=\"https:\/\/pfarrnetzwerkasyl.at\/wp\/reisebericht-von-bosnien-und-bihac\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Reisebericht von Bosnien und Biha\u0107 (16. bis 20. 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