„Unterwegs in Bosnien-Herzegowina, an der EU-Außengrenze“, sowie „Das Moria vor der Haustüre: Wieso wir helfen müssen“ so heißen die beiden bedrückenden und zugleich ermutigenden Artikel von Roswitha Feige (Pfarrnetzwerk Asyl) und Peter Rosandić (SOS Balkanroute) im der aktuellen Ausgabe des „Spinnrads“, der Zeitschrift des Internationalen Versöhnungsbundes, Österreichsicher Zweig. Danke für die Aufmerksamkeit zu diesem wichtigen Thema!
„Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinab und wurde von Räubern überfallen.“ So beginnt das berühmte Gleichnis vom barmherzigen Samariter, das alle kennen (Lk 10,30).
Am kommenden Palmsonntag um 14:30 treffen sich wieder – vorwiegend junge – Menschen zur „Sonntagsbegegnung“ im Sigmund-Freud-Park vor der Votivkirche. Sie stellen alte Schuhe als Zeichen ihres Eintretens für eine menschliche Asylpolitik auf die Wiese. Alle, die wollen können zwischen 14:30 und 15:30 Schuhe vorbeibringen. Ab 16:00 kann man an der Sonntagsbegegnung per Internet live teilnehmen:
Für die Unterstützung aus Wien bedankt sich Mag. Senad Tutić, Leiter des Zentrums für Sozialarbeit Bihać…
„Guten Tag. Vor allem möchte ich mich vorstellen. Ich bin Senad Tutić, Direktor des Zentrums für Sozialarbeit in Bihać. Ich möchte mich bei den Familien aus Wien bedanken, die die Familien aus Bihać finanziell unterstützt haben. Ich möchte mich auch bei der Caritas Bosnien und Herzegowina bedanken, die es mir ermöglicht hat, das Projekt zu realisieren. Das Projekt umfasste im 1. Schritt 36 Familien, darunter alleinerziehende Eltern, ältere und gebrechliche Menschen sowie Behinderte. Das Projekt wurde erfolgreich umgesetzt, daher hoffe ich, dass wir unsere Zusammenarbeit auch in Zukunft fortsetzen können. Ich grüße Sie herzlich aus der Stadt Bihać.“
… sowie Derviša Sefić, deren Familie wir unterstützen konnten:
„Ich möchte mich bei den Familien aus Wien bedanken, die Menschen wie mir helfen. Ich heiße Derviša Sefić, ich bin 39 Jahre alt. Ich habe eine Tochter Medina. Vielen Dank für eure Hilfe um Lebensmittel einkaufen zu können! Ich wünsche euch allen alles Gute.“
DANKE allen Spenderinnen und Spendern!
Wie wollen wir helfen?
eine einmalige Spende oder
monatlich einen „Wocheneinkauf“ – 30 EUR – für ein Jahr
Über die Caritas in Banja Luka und das Sozialzentrum in Bihać wird Ihre Spende an die Familien weitergegeben.
„Familien helfen
Familien in BiH“ Verwendungszweck: KV830.092
„The Game“ nennen es viele Flüchtlinge sarkastisch und meinen damit ihren Versuch, über die bosnisch-kroatische Grenze in die Europäische Union zu gelangen. Dort – in Kroatien – wollen sie einen Asylantrag stellen.
Ein sehenswerter Bericht der ORF-Orientierung von Maresi Engelmayer und Marcus Marschalek.
Seit der Schließung des Camps Lipa in Bosnien und Herzegowina sind mehr als 2.000 geflüchtete Menschen im Land obdachlos. Kälte und starker Schnee verschärfen die Situation und bedrohen das Leben der Geflüchteten. Die Caritas Österreich ist vor Ort und verteilen Decken und warme Kleidung.
In diesem Gespräch mit Birgit Ertl, der Referentin für Kinder & Jugendliche der Caritas Österreich wird die Notlage klar ersichtlich:
Aufgrund der aktuellen Pandemie lud die Gemeinschaft von Taizé zu einer neuen Form des Jahresabschlusstreffens ein: Die diesjährige Etappe des Pilgerwegs des Vertrauens konnte nicht wie gewohnt stattfinden und so wurden vom 27. Dezember 2020 bis 1. Januar 2021 Jugendliche von allen Kontinenten zu einem Online-Treffen eingeladen.
Das Online-Programm umfasste Elemente wie gemeinsame Gebete, Bibeleinführungen, Online-Gesprächsgruppen mit anderen Jugendlichen, Thementreffen und Workshops. Besonders möchten wir euch diesen Workshop (auf Englisch) zum Thema „I was a stranger and you welcomed me“: discovering hope with migrants and refugees zum Nachsehen nahelegen!
Die Verstaatlichung der Asyl-Rechtsberatung beendet morgen über acht Jahre unabhängige Rechtsberatung durch die ARGE Rechtsberatung. Unter diesem Namen erbrachten der Diakonie Flüchtlingsdienst und die Volkshilfe Oberösterreich als nichtstaatliche Dienstleister Rechtsberatung und -vertretung für Schutzsuchende.
Dafür möchten auch wir als Pfarrnetzwerk Asyl DANKE sagen! Danke für den widerständigen Einsatz für die Menschenrechte von Schutzsuchenden, für die Entwicklung von Qualitätskriterien und die unabhängige Kontrolle von erstinstanzlichen Entscheidungen.
Unabhängige Rechtsberatung wird es auch in Zukunft geben und brauchen. Kontrolle verstaatlicht man nicht. #FairLassen, das wir unterstützen, wird sich weiterhin für die Rechte von Schutzsuchenden einsetzen und Missstände aufzeigen!
Der Adventkalender 2020 des Pfarrnetzwerks Asyl wurde von Gabi Iser und Bernhard Böhm konzipiert und gestaltet. Wir wünschen ein gesegnetes Weihnachtsfest und bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit!