Artikel zu Bosnien im „Spinnrad“

„Unterwegs in Bosnien-Herzegowina, an der EU-Außengrenze“, sowie „Das Moria vor der Haustüre: Wieso wir helfen müssen“ so heißen die beiden bedrückenden und zugleich ermutigenden Artikel von Roswitha Feige (Pfarrnetzwerk Asyl) und Peter Rosandić (SOS Balkanroute) im der aktuellen Ausgabe des „Spinnrads“, der Zeitschrift des Internationalen Versöhnungsbundes, Österreichsicher Zweig. Danke für die Aufmerksamkeit zu diesem wichtigen Thema!

Die beiden Artikel können hier gelesen werden → https://pfarrnetzwerkasyl.at/wp/wp-content/uploads/2021/05/2021-04_Spinnrad1_150DPI.pdf (1,4 MB)

 

Screenshot des Artikels von Roswitha Feige im Spinnrad 2021/1

Sonntagsbegegnung

„Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinab und wurde von Räubern überfallen.“ So beginnt das berühmte Gleichnis vom barmherzigen Samariter, das alle kennen (Lk 10,30).

Am kommenden Palmsonntag um 14:30 treffen sich wieder – vorwiegend junge – Menschen zur „Sonntagsbegegnung“ im Sigmund-Freud-Park vor der Votivkirche. Sie stellen alte Schuhe als Zeichen ihres Eintretens für eine menschliche Asylpolitik auf die Wiese. Alle, die wollen können zwischen 14:30 und 15:30 Schuhe vorbeibringen. Ab 16:00 kann man an der Sonntagsbegegnung per Internet live teilnehmen:

https://www.youtube.com/channel/UCkWHAK7tx6_9fSS0V5f1bgQ

Dort sind auch alle bisherigen Begegnungen zu finden.

Diesen Sonntag gestaltet die Gebets- und Kunstaktion inklusive Pop-up-Kirche die Pfarre „Erlöserkirche“ aus Wien-Liesing.

Nähere Infos und Anmeldung (erforderlich): Marcus.Piringer@katholischekirche.at
https://www.facebook.com/sonntagsbegegnung
https://ejbgld.ejoe.at/index.php?id=6724&no_cache=1

Das Hilfsprojekt „Familien helfen Familien“ ist eine Erfolgsgeschichte!

Unser Hilfsprojekt Projekt „Familien helfen Familien“ ist eine Erfolgsgeschichte! Seit dem Advent 2020 fließen in regelmäßigen Abständen die Hilfsgelder an Familien in Not in der bosnisch-herzegowinischen Stadt Bihać. Eine Stadt, die gerade einer herausfordernden Situation gegenübersteht, denn die Lage an der EU-Außengrenze in Bosnien und Herzegowina ist dramatisch.

Für die Unterstützung aus Wien bedankt sich Mag. Senad Tutić, Leiter des Zentrums für Sozialarbeit Bihać…

„Guten Tag. Vor allem möchte ich mich vorstellen. Ich bin Senad Tutić, Direktor des Zentrums für Sozialarbeit in Bihać. Ich möchte mich bei den Familien aus Wien bedanken, die die Familien aus Bihać finanziell unterstützt haben. Ich möchte mich auch bei der Caritas Bosnien und Herzegowina bedanken, die es mir ermöglicht hat, das Projekt zu realisieren. Das Projekt umfasste im 1. Schritt 36 Familien, darunter alleinerziehende Eltern, ältere und gebrechliche Menschen sowie Behinderte. Das Projekt wurde erfolgreich umgesetzt, daher hoffe ich, dass wir unsere Zusammenarbeit auch in Zukunft fortsetzen können. Ich grüße Sie herzlich aus der Stadt Bihać.“

… sowie Derviša Sefić, deren Familie wir unterstützen konnten:

„Ich möchte mich bei den Familien aus Wien bedanken, die Menschen wie mir helfen. Ich heiße Derviša Sefić, ich bin 39 Jahre alt. Ich habe eine Tochter Medina. Vielen Dank für eure Hilfe um Lebensmittel einkaufen zu können! Ich wünsche euch allen alles Gute.“

DANKE allen Spenderinnen und Spendern!

Wie wollen wir helfen?

  • eine einmalige Spende oder
  • monatlich einen „Wocheneinkauf“ – 30 EUR – für ein Jahr

Über die Caritas in Banja Luka und das Sozialzentrum in Bihać wird Ihre Spende an die Familien weitergegeben.

„Familien helfen
Familien in BiH“

Verwendungszweck: KV830.092

Caritas Konto IBAN:
AT47 2011 1890 8900 0000

 

HINWEIS: Ihre Spende auf dieses Caritas-Konto können Sie steuerlich absetzen. Nähere Infos finden Sie hier

Familien helfen Familien in Bosnien-Herzegowina

Ich spende einen vollen Einkaufskorb für eine Familie in Bosnien.

Flyer

Bihać ist eine kleine Stadt an der bosnisch-kroatischen EU-Außengrenze.
In Kooperation mit der Caritas vor Ort möchten wir mit dem Pfarrnetzwerk Asyl ein wenig zur Verbesserung der Situation beitragen. Die Not der einfachen Bevölkerung in Bosnien ist groß.
Trotzdem gibt es Familien vor Ort, die bereit sind, unbegleitete Minderjährige aufzunehmen oder für Flüchtlinge zu sorgen. Sie bekommen keine Unterstützung von staatlicher Seite und kümmern für mehr oder weniger lange Zeit um die Flüchtlinge. Ihnen und auch Familien, die durch das soziale Netz fallen, z.B. weil sie behinderte Kinder haben, wollen wir helfen.

Wie wollen wir helfen?

  • eine einmalige Spende oder
  • monatlich einen „Wocheneinkauf“ – 30 EUR – für ein Jahr

Über die Caritas in Banja Luka und das Sozialzentrum in Bihać wird Ihre Spende an die Familien weitergegeben.

„Familien helfen
Familien in BiH“

Verwendungszweck: KV830.092

Caritas Konto IBAN:
AT47 2011 1890 8900 0000

 

HINWEIS: Ihre Spende auf dieses Caritas-Konto können Sie steuerlich absetzen. Nähere Infos finden Sie hier

Lage an der EU-Außengrenze in Bosnien und Herzegowina

„The Game“ nennen es viele Flüchtlinge sarkastisch und meinen damit ihren Versuch, über die bosnisch-kroatische Grenze in die Europäische Union zu gelangen. Dort – in Kroatien – wollen sie einen Asylantrag stellen.

Ein sehenswerter Bericht der ORF-Orientierung von Maresi Engelmayer und Marcus Marschalek.

Seit der Schließung des Camps Lipa in Bosnien und Herzegowina sind mehr als 2.000 geflüchtete Menschen im Land obdachlos. Kälte und starker Schnee verschärfen die Situation und bedrohen das Leben der Geflüchteten. Die Caritas Österreich ist vor Ort und verteilen Decken und warme Kleidung.

In diesem Gespräch mit Birgit Ertl, der Referentin für Kinder & Jugendliche der Caritas Österreich wird die Notlage klar ersichtlich:

Taizé-Workshop – „I was a stranger and you welcomed me“: discovering hope with migrants and refugees

Aufgrund der aktuellen Pandemie lud die Gemeinschaft von Taizé zu einer neuen Form des Jahresabschlusstreffens ein: Die diesjährige Etappe des Pilgerwegs des Vertrauens konnte nicht wie gewohnt stattfinden und so wurden vom 27. Dezember 2020 bis 1. Januar 2021 Jugendliche von allen Kontinenten zu einem Online-Treffen eingeladen.

Das Online-Programm umfasste Elemente wie gemeinsame Gebete, Bibeleinführungen, Online-Gesprächsgruppen mit anderen Jugendlichen, Thementreffen und Workshops. Besonders möchten wir euch diesen Workshop (auf Englisch) zum Thema „I was a stranger and you welcomed me“: discovering hope with migrants and refugees zum Nachsehen nahelegen!

Ab 1.1.2021 kommt die BBU – Danke an ARGE Rechtsberatung!

Die Verstaatlichung der Asyl-Rechtsberatung beendet morgen über acht Jahre unabhängige Rechtsberatung durch die ARGE Rechtsberatung. Unter diesem Namen erbrachten der Diakonie Flüchtlingsdienst und die Volkshilfe Oberösterreich als nichtstaatliche Dienstleister Rechtsberatung und -vertretung für Schutzsuchende.

Dafür möchten auch wir als Pfarrnetzwerk Asyl DANKE sagen! Danke für den widerständigen Einsatz für die Menschenrechte von Schutzsuchenden, für die Entwicklung von Qualitätskriterien und die unabhängige Kontrolle von erstinstanzlichen Entscheidungen.

Unabhängige Rechtsberatung wird es auch in Zukunft geben und brauchen. Kontrolle verstaatlicht man nicht. #FairLassen, das wir unterstützen, wird sich weiterhin für die Rechte von Schutzsuchenden einsetzen und Missstände aufzeigen!

Für den Erhalt einer unabhängigen Rechtsberatung sammelt die Diakonie Spenden, wir bitten um Unterstützung!

Diakonie Flüchtlingsdienst
Erste Bank
IBAN: AT97 2011 1287 2204 5678
BIC: GIBAATWWXXX
Spendenzweck: Unabhängige Rechtsberatung Hilfsfonds

(Textbasis: https://www.facebook.com/sicherseinAT/posts/747967055841569)

„Say it loud!“-Gespräch über Grenzgewalt Balkanroute, Menschenrechte und Pushbacks

Die Situation an der Bosnischen EU-Außengrenze spitzt sich mit dem einbrechenden Winter für geflüchtete Menschen immer weiter zu. Bei der „Say it loud!“-Gesprächsreihe konnten wir zum Thema Grenzgewalt entlang der Balkanroute, Menschenrechte, Pushbacks und auch unsere Projekte diskutieren und Informationen zusammentragen. Vielen Dank an die Plattform für eine menschliche Asylpolitik für die tolle Organisation und an Judith Ranftler für die professionelle Moderation! Wir müssen Hin- und nicht wegschauen!

Es haben diskutiert:
  • Zehida Bihorac: Menschenrechtsaktivistin, „Flüchtlingsmutter“ in Bosnien, übergab im Juni dem österreichischen Parlament einen über 1600-seitigen akribischen Bericht über die Polizeigewalt an der bosnisch-kroatischen Grenze, traf sich mit Justizministerin Alma Zadić
  • Erich Fenninger: Direktor derVolkshilfe Österreich, Sprecher Plattform für eine menschliche Asylpolitik
  • Petar Rosandić alias Kid Pex: Gründer von SOS Balkanroute, freiwilliger Helfer, gerade am Weg mit Hilfsgütern nach Bosnien
  • Stephan Handl: Jurist bei Amnesty International Austria im Bereich Asyl und Migration, zuvor im Diakonie Flüchtlingsdienst im Schubhaft-Team tätig
  • David Neuber: Pfarrnetzwerk Asyl, Projektpartner des Sozialzentrums Bihać für den Bau von Schutzhäusern für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge
  • Vedran Džihić: 1993 aus Bosnien geflüchtet, arbeitet am Österreichisches Institut für internationale Politik – oiip, forscht zu den Schwerpunkten Europäische Integration, Demokratie, Protestbewegungen und Außenpolitik

Pfarrnetzwerk Asyl beim „Kritischen Oktober“ 2020

Seit vielen Jahren veranstaltet unsere Mitgliedspfarre Erlöserkirche im 23. Bezirk an drei Sonntagen den „Kritischen Oktober“. Statt der Predigt spricht ein Referent über wichtige gesellschaftspolitische Themen im Rahmen eines Impulsreferats und steht im Anschluss an den Gottesdienst für eine Diskussionsrunde im Pfarrsaal zur Verfügung. — von Ruth Lesigang aus der Pfarre Erlöserkirche

Der Kritische Oktober 2020 steht unter dem Motto „Grenzenlos“. Was wäre da naheliegender als mit dem Thema Flucht zu beginnen und einen Referenten aus dem Leitungsteam des Pfarrnetzwerks Asyl um einen Besuch zu bitten.

Daniel Vychytil hielt am 11. Oktober dieses Impulsreferat, die Lesung aus dem Buch Jesaja – die Hoffnung auf Rettung – und der Antwortpsalm 23 – der Herr ist mein Hirte -, aber auch die jüngste Enzyklika unseres Papstes „Fratelli Tutti“ waren ideale Grundlagen für seine „Predigt“ über Flucht und Ankommen.

Die anschließende Diskussion über das Pfarrnetzwerk Asyl, das Bosnienprojekt, Kriege, Flucht und Integration war für uns als Pfarrgemeinde wichtig, um Bewusstsein für dieses aktuelle Thema zu schaffen, sich kontroversiellen Standpunkten zu stellen und Möglichkeiten eines Engagements anzusprechen.

Vielen Dank an Daniel, dass er sich den Sonntag-Vormittag für unsere Pfarre Zeit genommen hat. Durch sein Kommen ist unserer Pfarre unsere Mitgliedschaft zum „Pfarrnetzwerk Asyl“ wieder bewusster geworden. Gerade weil unser Engagement manchmal nicht von allen unterstützt wird, waren Daniels Worte besonders wichtig: Vergesst nicht, wir haben einen großen Verbündeten an unserer Seite: Papst Franziskus. Danke auch dafür!