Podiumsdiskussion – GEAS: Ein Abschied von der Genfer Flüchtlingskonvention?

Das Pfarrnetzwerk Asyl lädt gemeinsam mit Partnerorganisationen zu einer hochaktuellen Podiumsdiskussion am 17. Juni 2026 im Zuge des Weltflüchtlingstages ein.

Unter dem Titel „GEAS: Ein Abschied von der Genfer Flüchtlingskonvention?“ wird das neue Gemeinsame Europäische Asylsystem und seine weitreichenden Folgen für den Flüchtlingsschutz kritisch beleuchtet.

Im Zentrum steht die Frage, ob Europa mit den geplanten Reformen einen historischen Bruch vollzieht – weg vom individuellen Recht auf Asyl, hin zu Abschottung, Schnellverfahren und externen Lagern. Experten und Expertinnen aus Menschenrechtsarbeit, Politik und Kirche diskutieren, welche Konsequenzen dies für Schutzsuchende, für die europäische Rechtsordnung und für unsere Gesellschaft hat.

Am Podium:

  • Ruth Schöffl, Pressesprecherin UNHCR
  • Lukas Gahleitner-Gerz, Österreichische Asylkoordination
  • Nikola Poljak, SPÖ-Gemeinderat
  • Helmut Schüller, Pfarrnetzwerk Asyl
  • Moderation: Katharina Renner, PfarrCaritas

Termin: Mittwoch, 17. Juni 2026, 19:00 Uhr Ort: Nepomuksaal, Rotensterngasse 33–35, 1020 Wien

Die Veranstaltung wird getragen von: Pfarrnetzwerk Asyl · Katholische Aktion der Erzdiözese Wien · PfarrCaritas und Nächstenhilfe der Erzdiözese Wien · SOS Balkanroute

Im Abschluss daran gibt es Zeit beim Buffet weiter zu diskutieren und Kontakte zu knüpfen.
(Foto: David Pichler)

Das war die Romaria 2026

Die Romaria 2026 setzte heuer erneut ein deutliches Zeichen: Inmitten aufgeheizter Debatten über Flucht und Migration machten viele Menschen in Wien sichtbar, dass Menschenwürde nicht verhandelbar ist. Der solidarische Weg führte vom Helga‑Pollak‑Kinsky‑Park bis zum Pfarrsaal Rudolfsheim – begleitet von persönlichen Geschichten, theologischen Impulsen und klaren Worten gegen Entmenschlichung.

Entlang der Route wurde spürbar, wie viel Kraft entsteht, wenn Kirche, Zivilgesellschaft und Geflüchtete gemeinsam auftreten. Besonders bewegend waren die Berichte aus dem Alltag der Asylberatung sowie die Begegnungen im Haus Espera, das vielen Menschen einen Neubeginn ermöglicht.

Die Romaria zeigte: Solidarität ist kein Symbol, sondern eine Haltung, die politisch, gesellschaftlich und im Alltag gelebt werden muss.

Mehr Eindrücke, Fotos und der ausführliche Bericht finden sich auf der Seite der Pfarre Hildegard Burjan: 👉 https://www.pfarreburjan.at/romaria-2026/

Vertiefender theologischer Impuls (PDF)

Der bei der Romaria in der dritten Station verwendete Impuls vom Institut für Politik und Theologie zum Thema „dritter Weltkrieg in Raten“, erneute Faschisierung und Menschen auf der Flucht kann hier nachgelesen werden und dient als Anregung für thematische Abende in den Pfarren. Er bietet eine dichte Analyse der aktuellen globalen Konfliktlage und verbindet sie mit biblischen und historischen Perspektiven: 👉 PDF: Impuls zu Krieg, Faschisierung und Flucht

 

(Fotos: David Ecker)

Petitionen für Joseph und Victoria Oshakuade

Hier findet Ihr aktuelle Informationen zum Fall des Geschwisterpaares Joseph und Victoria Oshakuade (Berichte, Petitionen, Kundgebungen,…):


22. April: Bericht auf ORF: Neuerlicher Antrag auf Bleiberecht


10. April: Kundgebung am 10. April – Berichte

Video Ansprache Bischof Glettler


Petition auf „Mein Aufstehn“

Petition der ÖH

Kundgebung am 10. April

Stellungnahme von Bischof Glettler

Bericht im „Profil“

 

Jesus im Stacheldraht – Ein Theaterprojekt mit dem TdU und SOS Balkanroute

Jesus im Stacheldraht – diesmal kein Forumtheater

Eine Gruppe aus weißen Personen, die solidarisch mit Migrant*innen sind, hat sich auf eine theatrale Reise begeben, um Theater rund um die EU-Grenzpolitik und in Solidarität mit SOS Balkanroute zu machen. Dabei haben wir gemerkt, dass wir dazu eigentlich kein Forumtheater machen können, weil wir eher schuldig und verantwortlich als betroffen sind.

An diesem Abend zeigen wir unsere Reflexionen zu unserem Prozess und arbeiten mit Methoden aus Augusto Boals Regenbogen der Wünsche mit euch als Publikum daran, wie wir unseren persönlichen Jesus aus dem Stacheldraht seiner Privilegien, seiner Bequemlichkeiten und der Sicherheit zu den Guten zu gehören, befreien können. um echte Erlösung zu finden.

Dafür suchen wir Geschichten von euch und uns, in denen wir entweder etwas trotzdem getan haben, obwohl wir wussten, dass es einer gemeinsamen Befreiung im Wege stand, oder in wir etwas nicht getan haben, obwohl es einer gemeinsamen Bewegung für Befreiung zuträglich gewesen wäre.

Wir freuen uns auf einen gemeinsamen spannenden Abend, euren Input und Austausch!

Es gibt an diesem Abend auch eine Spendensammlung für SOS Balkanroute.

Spieltage:

28. Februar 2026, 19:00 Uhr,
Pfarrzentrum Altsimmering,
Kobelgasse 13,
1110 Wien

1. März 2026, 19:00 Uhr,
Pfarre Machstraße,
Kirche, Machstraße 8,
1020 Wien

Hier gibt´s das Plakat dazu!

Gebet für Gerechtigkeit und Frieden – Termine für Frühjahr

Mehrere kirchliche Organisationen veranstalten gemeinsam mit dem Pfarrnetzwerk Asyl einmal im Monat ein

Gebet für Gerechtigkeit und Frieden

Jeweils am Mittwoch

21. Jänner
18. März
15. April
20. Mai
17. Juni

um 17.30 Uhr in der Kapelle der Jesuitenkirche.

Hier finden Sie das Plakat.

Hier finden Sie weitere Informationen und die jeweiligen Impulsgeber:innen – demnächst.

Sie suchen noch ein Weihnachtsgeschenk – Helfen Sie Familien in Bosnien-Herzegowina

Spenden Sie einmalig oder regelmäßig eine vollen Einkaufskorb für eine Familien in Bosnien.

Bihać ist eine kleine Stadt an der bosnisch-kroatischen EU-Außengrenze.
In Kooperation mit der Caritas vor Ort möchten wir mit dem Pfarrnetzwerk Asyl ein wenig zur Verbesserung der Situation beitragen. Die Not der einfachen Bevölkerung in Bosnien ist groß.

Alle Informationen zum Projekt „Familien helfen Familien“ finden Sie hier!