Jesus im Stacheldraht – Ein Theaterprojekt mit dem TdU und SOS Balkanroute

Jesus im Stacheldraht – diesmal kein Forumtheater

Eine Gruppe aus weißen Personen, die solidarisch mit Migrant*innen sind, hat sich auf eine theatrale Reise begeben, um Theater rund um die EU-Grenzpolitik und in Solidarität mit SOS Balkanroute zu machen. Dabei haben wir gemerkt, dass wir dazu eigentlich kein Forumtheater machen können, weil wir eher schuldig und verantwortlich als betroffen sind.

An diesem Abend zeigen wir unsere Reflexionen zu unserem Prozess und arbeiten mit Methoden aus Augusto Boals Regenbogen der Wünsche mit euch als Publikum daran, wie wir unseren persönlichen Jesus aus dem Stacheldraht seiner Privilegien, seiner Bequemlichkeiten und der Sicherheit zu den Guten zu gehören, befreien können. um echte Erlösung zu finden.

Dafür suchen wir Geschichten von euch und uns, in denen wir entweder etwas trotzdem getan haben, obwohl wir wussten, dass es einer gemeinsamen Befreiung im Wege stand, oder in wir etwas nicht getan haben, obwohl es einer gemeinsamen Bewegung für Befreiung zuträglich gewesen wäre.

Wir freuen uns auf einen gemeinsamen spannenden Abend, euren Input und Austausch!

Es gibt an diesem Abend auch eine Spendensammlung für SOS Balkanroute.

Spieltage:

28. Februar 2026, 19:00 Uhr,
Pfarrzentrum Altsimmering,
Kobelgasse 13,
1110 Wien

1. März 2026, 19:00 Uhr,
Pfarre Machstraße,
Kirche, Machstraße 8,
1020 Wien

Hier gibt´s das Plakat dazu!

Unterwegs mit SOS Balkanroute

Während andere Herbstferien genießen, war Susanne Niemeck, die  Altsimmeringer Caritasverantwortliche, mit Roswitha Feige vom Pfarrnetzwerk Asyl und Joschka Köck vom Theater der Unterdrückten Wien, gemeinsam mit SOS Balkanroute vom 28. Oktober bis 3. November 2024 in Bosnien unterwegs. Hier berichten sie in einem Tagebuch von dieser Fact – Finding – Mission.

Das Tagebuch der Fahrt finden Sie hier!

Kirchliche Solidaritätsreise zu Flüchtlings-Hotspots in Bosnien

Vertreterinnen und Vertreter des Wiener „Pfarrnetzwerks Asyl“ haben ihre Solidarität mit den Menschen, die an der EU-Außengrenze am Balkan gestrandet sind, sowie mit ihren Helfern bekundet.

Die kathpress berichtet darüber:

https://www.kathpress.at/goto/meldung/2355388/kirchliche-solidaritaetsreise-zu-fluechtlings-hotspots-in-bosnien

„Niemals werden wir eure in der Drina zerbrochenen Träume vergessen“ – Totengedenken an der Drina

„Wir sind unterwegs, um der Flüchtlinge zu gedenken, deren Weg im Grenzfluss Drina ein Ende fand. Es ist eine bedrückende Reise, die deutlich macht, was die Festung Europa konkret bedeutet und wie weit die Entmenschlichung an den EU-Außengrenzen bereits fortgeschritten ist.“ (Roswitha Feige)

Zwei schwarze Grabsteine werden von zwei Männern enthüllt. Es liegt Schnee.

„Niemals werden wir eure in der Drina zerbrochenen Träume vergessen“ – Totengedenken an der Drina weiterlesen

Totengedenken zu Allerseelen 2023

Im Juli war Roswitha Feige aus dem Leitungsteam des Pfarrnetzwerks Asyl in Zvornik, einer bosnischen Grenzstadt zu Serbien, die am Fluss Drina liegt. Sie erzählt, dass die Flüchtenden die Drina überqueren müssen, um Bosnien zu erreichen. Viele sterben dabei und die Suche nach ihren Leichen dauert oft sehr lange. Nihad, ein Helfer von SOS Balkanroute, kümmert sich um diese Suche und auch um die Begräbnisse deren, die gefunden werden. Er hat uns folgende Schicksale übermittelt, für die wir am Allerseelentag in unseren Gemeinden beten wollen. Er hat zudem erreicht, dass die Toten auf dem orthodoxen Friedhof in Zvornik, in einem eigenes dafür freigegebenen Bereich, muslimisch bestattet werden können. Das ist eine einzigartige interreligiöse Zusammenarbeit in der Republika Srbska.

Aziz Alimi kommt aus Afghanistan.

Ein junger Mann mit einem lächeln im Gesicht und einem freundlichen bunten T-ShirtIm Alter von 15 Jahren verließ er seine Heimat Afghanistan, um seiner Familie zu helfen, Geld zu verdienen. Er verbrachte fünf Jahre in der Türkei, wo er in verschiedenen Fabriken arbeitete Nach fünf Jahren machte er sich auf den Weg nach Europa.
Am 2. August 2023 kam er an der Grenze zwischen Serbien und Bosnien und Herzegowina an. Danach gibt es keine Lebenszeichen von ihm mehr.
Leider ist sein Schicksal noch nicht bekannt. Wir arbeiten aktiv daran, ihn zu finden.
Aber der Kampf mit den Institutionen ist schwierig. Aziz Alimi ist nur eines der Opfer der Festung Europa.

Das andere Opfer ist Bismilah Ghorbani. Auch ein junger Afghane.

Ein Junger Mann mit Blue-Jeans und blauer Jeans-Jacke, steht selbstbewusst auf rot-grauen Betonfliesen.

Sein Bruder, ein Professor für persische Sprache, schreibt, dass sein Bruder Bismilah auf dem Weg nach Europa war, um sich vor dem Taliban-Regime zu retten und ein neues Leben zu beginnen.
Leider endeten seine Träume am 7. August 2023 in der Drina, als er das letzte Mal Kontakt zu seiner Familie hatte. Die Drina nahm ihn auf sowie viele andere Leichen aufnahm, nach denen wir suchen.

Gebet

Guter Gott, wir bitten dich für Aziz Alimi und Bismilah Ghorbani, zwei afghanische Flüchtlinge, deren Flucht in der Drina, einem Grenzfluss zwischen Bosnien und Serbien, ein Ende fand. Sie starben bei der Überquerung des Flusses. Gewähre du ihnen ein Leben in deiner liebenden Gegenwart und tröste ihre Familien. Amen.

Das war die 13. Romaria

Am Dienstag, 23. Mai 2023 waren wir gemeinsam im 2. Bezirk unterwegs auf der 13. Romaria unter dem Motto „Ankommen im Gelobten Land?“
Dabei haben wir Wind und Wetter getrotzt.
Danke an alle, die gemeinsam ein Zeichen gesetzt haben, um Flüchtlingen ein gutes Ankommen in unserem Land zu ermöglichen!!!
Die Statements an den einzelne Stationen werden wir hier nach und nach posten.
Fotos: David Ecker

Hier ein paar Fotos: